Übertragung 2017-03-13T15:21:54+00:00

Übertragung von HIV

HIV (Human Immundefekt Virus) und AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome), traten erstmals Anfang der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts in Erscheinung, vermutlich sind sie aber bereits seit Jahrzehnten im afrikanischen Raum verbreitet.

Seitdem wächst die Zahl der Infektionen Jahr für Jahr – in weiten Bereichen der Welt teilweise ungebremst und mit katastrophalen Folgen für das soziale und wirtschaftliche Leben.

Allein in Deutschland haben sich seit Beginn der Epidemie rund 60.000 Menschen mit dem HIV-Virus infiziert, davon sind 21.000 Menschen bereits an den Folgen der HIV-Infektion / AIDS-Erkrankung gestorben, von den 39.000 Menschen die in Deutschland infiziert sind, sind 26.000 an AIDS erkrankt. (Zahlen Robert-Koch-Institut, März 2003)

Die Ansteckungswege und Möglichkeiten des Schutzes vor dem Virus sind vielen bekannt. Warum dann diese Seite? -> damit Sie die eigene Gefährdung abschätzen, eigenes Verhalten anpassen und so eine Ansteckung vermeiden können.

Unnötige Sorgen und Ängste sollen vermieden und Vorurteile abgebaut werden, damit ein Klima der Ausgrenzung und Abwertung von Infizierten und Kranken vermieden werden kann.

Was ist HIV?

HIV ist ein Virus das vor allem die Zellen des Abwehrsystems befällt. Es vermehrt sich in ihnen, setzt sie außer Funktion und zerstört sie schließlich. Das körpereigene Abwehrsystem kann – anders als bei den meisten anderen Infektionen – HIV nicht aus dem Körper entfernen, obwohl einige Wochen nach der Infektion Abwehrstoffe (Antikörper) gegen das eingedrungene Virus gebildet werden.

Was ist AIDS?

AIDS ist eine schwere, durch HIV ausgelöste, Schwächung des körpereigenen Abwehrsystems. Es macht den Körper anfällig für Tumore und wehrlos gegen viele Krankheitserreger, die ein gesunder Mensch problemlos abwehrt (man spricht von „Vollbild Aids“).

Die durch die Schwächung des körpereigenen Immunsystems ausgelösten Krankheiten führen schließlich zum Tod.

Was passiert nach der Infektion?

HIV gehört zu den schwer übertragbaren ansteckenden Krankheiten, d.h. eine Infektion ist nur durch Austausch von Körperflüssigkeit (Blut, Sperma, Scheidenflüssigkeit) die mit HI-Viren belastet ist, möglich.

Ein „zufälliger“ Kontakt im Alltag als Infektionsquelle ist auszuschließen. Die HI-Viren überleben ausserhalb des Körpers nur kurz, ist die Körperflüssigkeit (Blut, Sperma, etc.) bereits angetrocknet sind auch die HI-Viren bereits abgestorben. Darüber hinaus ist für die Infektion ein direkter Kontakt (offene, blutende Wunde, Kontakt mit Schleimhäuten) notwendig. Die gesunde Haut und selbst eine Wunde mit Krustenbildung, lassen HI-Viren nicht eindringen.

Nach einigen Wochen kann es zu ersten Anzeichen der Infektion kommen: kurz andauerndem Fieber, Hautausschlag und Drüsenschwellungen beispielsweise. Dieses vorübergehende Krankheitsbild ist aber nicht mit der Krankheits AIDS gleichzusetzen!

Die meisten Menschen mit HIV bleiben über Jahre beschwerdefrei. Die Infektion wirkt sich nicht spürbar aus und ist den infizierten Menschen auch nicht anzusehen.

Aber mit der Ausbreitung des Virus im Körper ist bereits eine Ansteckung anderer Menschen möglich und zwar schon bevor Antikörper im HIV-Test nachweisbar sind und auch, wenn das Virus im Blut aufgrund einer medikamentösen Behandlung nicht mehr nachweisbar sein sollte.

Langsam entwickelt sich eine Schwächung des Immunsystems, die schließlich zur Erkrankung AIDS führt – dem tödlich verlaufenden Endstadium der HIV-Infektion. Ursächlich für den Tod sind meist Infektionen, ausgelöst durch verschiedene, für den Gesunden meist harmlose, Erreger.

Die seit 1996 verfügbare retrovirale Behandlung verlängert zwar die Lebenserwartung da die rasche Ausbreitung der Viren im Körper gehemmt wird, birgt aber wegen der nicht unerheblichen Nebenwirkungen zusätzliche Gefahren. HIV und AIDS sind nach heutigem Erkenntnisstand also nicht mehr zwangsläufig tödlich, aber auf jeden Fall als chronische Erkrankung anzusehen, die zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität führt.